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Ob Honig hell oder dunkel, fest oder flüssig ist, hängt von den verschiedenen Faktoren ab, die die Beschaffenheit des Nektars beeinflussen: aus welchen Pflanzen er stammt, wie groß und wie entwickelt die Blüten waren, welche Temperatur-, Licht-, Luft-, Sonneneinstrahlungs- und Windverhältnisse am Standort vorherrschten, ob der Boden feucht oder trocken, steinig oder sandig, reich oder arm an Mineralien war. Verschiedene Zucker, Säuren, Stickstoffverbindungen, Mineralstoffe und Vitamine, Farb- und Aromastoffe im Nektar bestimmen die Eigenschaften des Endprodukts Honig. In erster Linie (zu 70-80%) besteht der Honig aus verschiedenen natürlichen Zuckerarten, vor allem Fruchtzucker und Traubenzucker. Des Weiteren enthält Honig die Mineralstoffe Kalium, Kalzium, Natrium, Magnesium, Kieselerde, Eisen, Kupfer, Chlor, Mangan, Phosphor, Schwefel. Diese Mineralstoffe sind für den menschlichen Organismus lebenswichtig. An Vitaminen findet sich im Honig u.a. kleine Mengen der Vitamine B1, B2, B6, C, Pantothensäure, Folsäure und Biotin. Wichtig sind auch die stoffwechselfördernde Enzyme, z.B. Invertase (die die im Honig enthaltenen Zuckerarten aufspaltet und leicht verdaulich macht), Diastase (ein Ferment, das Stärke zu Dextrin abbaut) und Katalase (zur Abspaltung des Sauerstoffs). |
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Der Bienenstaat besteht aus 3 Kategorien von Bienen:
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Im Altertum galt Honig als natürliches Wundermittel, das den Menschen Schönheit und ein langes Leben bescherte. Als Energiespender und Muntermacher schätzten ihn griechische Athleten, der Dichter Homer bezeichnete Honig als "liebliche Speise der Götter", und der griechische Arzt Hippokrates (um 460 v. Chr.) und seine Schüler entwickelten mehr als 300 Honigrezepte in der Heilbehandlung. Sie wussten, dass Honig eiternde Wunden heilt, Fieber senkt und das Blut kühlt und verdünnt. Der 100 Jahre alte Philosoph Demokrit, befragt, wie man es anstellen könne, bei solcher Gesundheit so alt zu werden, soll kurz und bündig gesagt haben: "Äußerlich Öl und innerlich Honig." Die Schüler des Pythagoras schätzten den Honig, weil er bei Augenleiden und Vergiftungen half. Übrigens sollen die Pythagoräer, so heißt es zumindest, sich ausschließlich von Brot und Honig ernährt haben - und steinalt geworden sein. Diese Wertschätzung des Honigs machten sich auch die Römer zu Eigen. Einem römischen Kochbuch des Apicus (1. Jh.) lässt sich entnehmen, dass kein Gang eines römischen Banketts ohne Honig ankam: Er wurde in Saucen zu Fisch, Fleisch und Geflügel serviert, man röstete Nüsse und Pinienkerne in Honig und aß sie als Beilagen, man süßte Kuchen und Nachspeisen mit Honig und trank ihn kalt oder heiß als Wein. Honig war bei den Römern so beliebt, dass die inländische Produktion nicht mehr ausreichte und die Preise ins Unermessliche stiegen. Man importierte Honig von den griechischen Inseln und aus Spanien und forderte ihn sogar von den besiegten Feinden als Tributzahlung, und das nicht zu knapp: Nach dem Sieg über die Korsen zum Beispiel verlangten die Römer einen jährlichen Tribut von 100.000 kg Honig. Kaiser Augustus, heißt es, habe sich das Prinzip "Wenig Fett, viel Honig" zu Eigen gemacht. Außer den von ihren Ärzten bereiteten Heiltränken aus Honig kannten die Römer auch die aus Spanien stammenden Rezepturen für Honigwein (Met) und die gallischen und germanischen Mischungen von Honig und Gerstensaft (Honigbier). |
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